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Durchfallerkrankungen Erreger
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Erregerart
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Beschreibung
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Colibakterien
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Infektionen mit Colibakterien bewirken leichten Durchfall, der gelegentlich von Erbrechen begleitet ist und dauern häufig nicht länger als ein bis zwei Tage. Häufig treten diese Durchfälle im Sommer auf; hier ist meist keine Behandlung nötig. Die Colibakterien gelangen durch die eigene Unsauberkeit nach dem Gang auf die Toilette auf Nahrungsmittel. Auch durch unsaubere Abwasserbeseitigung können Colibakterien auf Nahrungsmittel und ins Trinkwasser gelangen. Diese Sorte Bakterien bilden bestimmte Gifte (Toxine) und lösen damit Krankheiten aus. Colibakterien kommen weltweit vor, jedoch besonders in Ländern mit hochentwickelter Landwirtschaft. Als Hauuptreservoir gelten Widerkäuer (Rind, Schaf), aber auch andere landwirtschaftliche Nutztiere und Haustiere (Hund, Katze) sowie Wildtiere. Sie können im Stuhl des Erregern nachgewiesen werden. Übertragen werden Colibakterien durch kontaminierte Nahrungsmittel, besonders Rindfleisch, Rohwurst, Rohmilch und deren Produkte, aber auch Gemüse und Obst aus Anbau mit natürlicher Düngung. Weiterhin kann eine Übertragung durch direkter Kontakt mit Tieren und durch Schmierinfektion erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt durchschnittlich 1 bis 3 Tage bis maximal 8 Tage. Die Ansteckungsdauer besteht solange, wie der Erreger im Stuhlnachweisbar ist. Als Symptome gelten bei 1/3 der Erkrankten wässriger, blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und selten Fieber. Eine Behandlung mit Antibiotika ist normalerweise nicht sinnvoll. Vorbeugend ist eine strikte Hygiene im Umgang mit Lebensmitteln, der Toilettenhygiene und der Hygiene bei Haustieren angesagt. Also Lebenmittel kühl lagern - Lebensmittel durchgaren - Rohmilch abkochen - separate Handtücher in Bad und Toilette im Erkrankungsfall verwenden - gebrauchte Wasche bei über 70 Grad reinigen oder Desinfektionsmittel verwenden. ... nach oben ...
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Weitere Bakterienarten: Heliobacter Campylobacter Yersinia
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Infektion mit Heliobacter-Bakterien durch infizierte Lebensmittel oder Trinkwasser. Fieber, Schüttelfrost, Bauchschmerzen, bis zu 20 mal am Tag wässriger Durchfall, Erbrechen, grippeähnliche Beschwerden. Infektion mit Campylobacter-Bakterien; Infektion durch infiziertes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Syptome sind Schüttelfrost und Fieber, Bauchschmerzen und sehr häufige (bis zu 20 mal am Tag) Durchfälle und Erbrechen. Es können ähnliche Beschwerden wie bei einer Grippe auftreten. Infektion mit Yersinia-Bakterien ... nach oben ...
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Viren
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Führt zu Durchfall mit starkem Erbrechen, Kopf- und Muskelschmerzen. Auch leichtes Fieber, Schnupfen oder Halsentzündung können dazu kommen. Die Erkrankung kann bis zu einer Woche dauern. Meist ist nur Bettruhe nötig. Viren können leicht durch Stuhl oder Speichel übertragen werden. Diese Art Viren treten gehäuft in den Wintermonaten auf. ... nach oben ...
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Staphylokokken
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Sind eitererregende Bakterien, deren hitzebeständiges Gift den Darm angreift. Die Erkrankung zeigt sich in starkem Erbrechen, dem starker Durchfall. Typisch sind vorher Speichelfluß und Bauchschmerzen. taphylokokken sind oft die Ursache der sogenannten Lebensmittelvergiftung. Bei Staphylokokkeninfektionen sollte der Arzt aufgesucht werden. ... nach oben ...
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Kombination von Viren- und Bakterieninfektion
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"Darmgrippe" oder "Reisedurchfall" - Kann zu Schwindel, Erbrechen, lauten Darmgeräuschen, Bauchkrämpfen und Durchfällen in allen Varianten und Schweregraden führen. Sie tritt oft in regelmäßigen Epidemien auf und vergeht meist nach wenigen Tagen von selbst. ... nach oben ...
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Salmonellen
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Salmonellen sind Bakterien, die verschiedene Erkrankungen hervorrufen, unter anderem Typhus und eine Magen-Darm-Infektion, die Salmonellen-Gastroenteritis. Inkubationszeit beträgt mehrere Stunden bis einige Tage. Salmonellenerkrankungen sind stark ansteckend. Die Inkubationszeit beträgt mehrere Stunden bis einige Tage. Besondere Hygienemaßnahmen sind nötig. Vorbeugung: keine rohen und weichgekochten Eier (besonders im Sommer) - kein ungenügend gegartes Geflügel - kein ungewaschenes Obst und Salat essen. Der Kontakt mit Salmonellen ist möglich durch indirekten Kontakt mit erkrankten Menschen, zu ihrem Kot oder durch verunreinigte Lebensmittel. Oft finden sich Salmonellen bei häufig wieder aufgewärmten Speisen oder nicht durchgegarten Nahrungsmitteln, z.B. Geflügel, Eier, Mayonnaise,Salate, Süßspeisen, Milchprodukte. Plötzlich setzen Unwohlsein und Übelkeit ein. Erbrechen, Bauchschmerz und schwere wässrige Durchfälle, die zwei bis fünf Tage anhalten können, oft begleitet von Fieber. Meldepflichtige Erkrankung - ... nach oben ...
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Typhus und Paratyphus
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Typhus und Paratyphus sind schwere Infektionen mit Salmonellen, die durch verschmutztes Wasser und Nahrungsmittel in den Körper gelangen. Häufig geht eine Verstopfung voraus. Die Körpertemperatur steigt allmählich. Der Patient leidet unter Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit und Bronchitis. In der zweiten Woche tritt Fieber bis zu 40 Grad auf. Kleine rote Flecken am Rumpf, seltener an Armen und Beinen treten auf. In der dritten Woche kommt Durchfall hinzu. Meldepflichtig! Nicht nur Entzündungen von Darm, auch Entzündungen von Herzmuskel, Lunge, Gehirnhaut und Gallenblase sind möglich.Trotz rechtzeitiger Behandlung stirbt immer noch ungefähr einer von hundert Erkrankten. Antibiotika sind wirksam und eine Impung vor Reiseantritt in entsprechende Länder empfehlenswert. Typhus und Paratyphus sind infolge der guten hygienischen Verhältnisse in Mitteleuropa selten geworden. Die Infektionsgefahr für Typhus ist in Nord- und Zentralafrika ralativ groß, die für Paratyphus in Südostasien und Fernost. ... nach oben ...
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Shigellen
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Bakterielle Infektion mit Shigellen durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Zuerst starkes Fieber und erhebliche, krampfartige Bauchschmerzen. Dann häufiges Erbrechen und Durchfall. Der wässrige Stuhl ist meist blutig und schleimig. Die Betroffenen sind sehr schwach. ... nach oben ...
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Ruhr Amöbenruhr Bakterienruhr
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Ruhr ist eine Shigellen- oder Amöbeninfektion. Bakterienruhr (Shigellen-Bakterien) ist eine meldepflichtige Erkrankung nach dem Infektionsschutzgesetz. Eine Infektion mit Shigellen erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel. Sie beginnt mit Fieber und starken, krampfartigen Bauchschmerzen. Es folgen häufiges Erbrechen, blutig-schleimige, dünn-wässrige Durchfälle, Schwäche. Eine Infektion mit Amöben erfolgt ebenfalls durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Die Amöbenruhr zeigt zunächst Müdigkeit, Bauchschmerzen und Übelkeit, aber ohne Fieber. Nach wenigen Tagen wird der Stuhl glasig, himbeerartig blutig. ... nach oben ...
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Cholera
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Infektion mit Cholerabakterien durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Neben milchig-wässrigem Stuhl auch dauerndes Erbrechen. Der Patient hat Untertemperatur. Bei Cholera sollte unbedingt beachtet werden, dass auch nach erfolgreicher Behandlung die Erreger noch drei Monate lang ausgeschieden werden können. Nachuntersuchungen sollten dies überprüfen. Rechtzeitiger und reichlicher Ersatz der durch die Durchfälle verlorengegangenen Salze und des Wassers dienen als Behandlungsmöglichkeit. Eine Impfung ist möglich; aber Reisende sollten sich in entsprechenden Ländern besser durch Hygiene vor einer Infektion schützen und nicht voll auf eine Impfung vertrauen. Die Krankheit gefährdet vor allem Menschen, die in schlechten hygienischen Verhältnissen leben. Man kann der Erkrankung vorbeugen, indem man viel salzhaltiges Wasser trinkt und Streß meidet. Die Impfung schützt nicht vor der Infektion; sie verhindert nur eine schwere Erkrankung. ... nach oben ...
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