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Gemeinschaftspraxis für
Kinder- und Jugendmedizin
in Echterdingen

Durchfallerkrankungen
Folgen und Komplikationen

Schmetterling

Folgen und Komplikationen

Die wichtigsten Folgeerscheinungen bei Durchfall sind der Flüssigkeits- und Mineralienverlust (Kalium und Magnesium / Elektrolytverlust).
Bei Durchfall und auch bei Erbrechen geht zu viel Wasser und Mineralsalze verloren. Diese müssen so schnell wie möglich wieder ersetzt werden. Besonders Säulinge und Kleinkinder (aber auch ältere und anfällige Personen) erkranken oft schwerer als die meisten Erwachsenen, da sie schneller "austrocknen". Kleine Kinder haben einen relativ hohen Flüssigkeitsbedarf, und Wasserverluste werden nur schlecht kompensiert. Sie reagieren auf die Durchfallbeschwerdenallerdings oftmals damit, dass sie nicht mehr trinken wollen. Die Folge durch dieses "Austrocknung" kann ein Kreislaufkollaps werden und dadurch kann es zu Blutveränderungen kommen, die die Nieren belasten. Speziell bei Säuglingen besteht noch ein sehr enger Zusammenhang zwischen einer Darmerkrankung mit Durchfall und dem Ernährungszustand. Flüssigkeitsverluste führen sehr rasch zu Austrocknungserscheinungen. Mangelernährung kann das normale Wachstum der Kinder behindern, deren Folgen soch oft bis ins spätere Leben zeigen.
Die Schwere der Erkrankung hängt vom Ausmaß des Wasserverlustes ab. Sind nur weniger als 5 % eingetreten, reagiert das Kind mit Durst und weist ausgetrocknete Schleimhäute auf. Bei einem Verlust von 5 - 10 % zeigt es Symptome der Unruhe und geistigen Abwesenheit, die Fontanelle ist eingefallen und die wenn man eine Hautfalte anhebt, so verstreicht diese nur sehr langsam wieder. Bei einem Flüssigkeitsverlust von mehr als 10 % vermindert sich die Urinproduktion weiter, die Augäpfel sinken ein und es zeigen sich Zeichen einer Bewußtseinstrübung. Die Finger und Zehen nehmen eine bläuliche Verfärbung an und das Kind nähert sich dem Zustand eines Dehydratations-Schocks (Austrocknungs-Schock). Um den Flüssigkeitsverlust richtig beurteilen zu können, ist ein regelmäßiges Wiegen nötig. Generell gilt: je jünger das Kind ist, desto schneller kann der Flüssigkeitsverlust zur Austrocknung des Körpers führen und damit lebensgefährlich werden. Besonders wenn sich das Kind noch erbricht, sollte man hartnäckig für eine ausreichende Trinkmenge sorgen.
Denken Sie auch daran, dass eine Durchfallerkrankung fast immer ansteckend ist. Über die Hände des Kindes und auch über die Hände der Eltern, welche die Windeln wechseln, werden die Erreger auf andere Personen übertragen. Damit nicht bald die ganze Familie krank ist, sollten Sie bei Durchfall sorgfältig die Hände waschen oder desinfizieren.

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