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Übersicht Impfungen
(Diese Aufstellung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit)

Diphterie
(Erkrankung obere Atemwege)

Haemophilus influenzae Typ B (HiB)
Kehldeckelentzündung)

Hepatitis B (Infektiöse Gelbsucht)

Pertussis (Keuchhusten)

Masern

Mumps

Polio oder IVP (Kinderlähmung)

Röteln

Tetanus (Wundstarrkrampf)

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Rotaviren (Magen-Darm-Infekt)

Pneumokokken
(Hirnhaut-, Mittelohr- und Lungenentzündung)

Meningokokken
(bakterielle Hirnhautentzündung)

HPV (Humane Papiollomaviren)

Varizellen (Windpocken)

 

Diphterie (Erkrankung obere Atemwege)
Beschwerden: Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Meistens ist der Rachen befallen, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden treten auf. An der geschwollenen Racheninnenwand läßt sich ein weißer oder bräunlich verfärbter Belag erkennen. Wenn sich Schwellung und Beläge ausbreiten, kommt es zu Heiserkeit, bellendem Husten und Atemnot. Ist auch die Nase betroffen, so ist der Schnupfen blutig. Manchmal entstehen auch bläulich-braune Flecken auf der Haut, sogenannte Hauteinblutungen.
Ursachen: Tröpfcheninfektion (übertragen durch Husten, Niesen und Sprechen) mit Bakterien, die einen Giftstoff ausschütten. Die Bakterien werden durch feine Speicheltröpfchen oder verunreinigte Nahrungsmittel übertragen.
Inkubationszeit: Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen zwei bis sechs Tage. Diphterie ist ansteckend vom Ausbruch der Krankheit bis zu dem Moment, ab dem keine Bakterien mehr nachzuweisen sind. Erkrankte Kinder müssen streng isoliert werden, um andere nicht anzustecken. Der Arzt muss jede Diphterie-Erkrankung dem Gesundheitsamt melden.
Vorbeugung: Die wichtigste Vorbeugung ist die Impfung. Sie sollte zwischen dem zweiten und dritten Lebensmonat begonnen werden. Dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Lassen Sie die Impfung im zweiten Lebensjahr ihres Kindes auffrischen. Der Impfschutz beträgt zwischen fünf und sechs Jahren. Deshalb sollte eine Auffrischung erfolgen, wenn das Kind in die Schule kommt.
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Haemophilus influenzae Typ B (HiB) (Kehldeckelentzündung)
Beschwerden: Zu ihren wichtigsten Symptomen zählen Entzündungen der Nasennebenhöhlen, der Ohren, des Nasen-Rachen-Raums, des Kehlkopfs und ggf. der Hirnhäute. Problematisch ist die Resistenz einzelner Stämme des Erregers gegen Antibiotika, was die Therapie u. U. problematisch gestaltet.
Ursachen: Hib ist keine Virusgrippe, sondern eine bakterielle Erkrankung.
Vorbeugung: Die Impfung sollte zwischen dem zweiten und dritten Lebensmonat begonnen werden. Es wird dreimal im Abstand von vier Wochen geimpft. Lassen Sie die Impfung im zweiten Lebensjahr ihres Kindes auffrischen. Es ist dann über mehrere Jahre geschützt. Weitere Auffrischungsimpfungen sind nicht nötig, da die Häufigkeit schwerer Hib-Infektionen nach dem fünften Lebensjahr sehr gering ist.
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Hepatitis B (Infektiöse Gelbsucht)
Beschwerden: Zum weit gefächerten Krankheitsbild gehören Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall oder eine schwere Leberentzündung. Häufig entwickelt sich ein chronischer Verlauf. Je jünger ein Mensch zu Infektionsbeginn ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, lebenslange Schäden davonzutragen.
Ursache: Das Wort Hepatitis bedeutet Leberentzündung, "B" bezeichnet eine Unterart des Erregers. Die Hepatitis B-Erkrankung wird durch ein hochinfektiöses, weltweit auftretendes Virus verursacht. Die Übertragung erfolgt durch Blut und Körpersekrete.
Vorbeugung: Die Impfung umfasst drei Impftermine und erfolgt meist im ersten Lebensjahr. Eine Auffrischung ist alle zehn Jahre anzuraten. Die Impfung führt in 90 bis 95 Prozent der Fälle zu ausreichendem Schutz gegen das Hepatitis B-Virus. Die Hepatitis B -Impfung schützt nicht gegen andere Formen der Hepatitis.
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Pertussis (Keuchhusten)
Beschwerden: Keuchhusten ist eine schwere Infektionskrankheit der Atemwege (Nase, Rachen, Luftröhre, Lunge), die zu Atembeschwerden führt. Der übliche Verlauf ist sehr langwierig und dauert etwa hundert Tage. Er ist gekennzeichnet von schweren, krampfartigen Hustenanfällen, Atemnot und Fieber. Oft treten danach Folgeerkrankungen auf, zu denen typischerweise Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen und Erkrankungen des Gehirns zählen. Gegen den quälenden Keuchhusten selbst gibt es praktisch keine Therapie.
Ursache: Es handelt sich um eine Krankheit, die durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen oder Sprechen) übertragen wird. Verursacher sind Bakterien.
Inkubationszeit: Ansteckungsgefahr besteht, wenn das erste Stadium der Krankheit beginnt und noch vier Wochen danach.
Vorbeugung: Die Impfung wird ab dem dritten Lebensmonat dreimal in Abständen von vier Wochen durchgeführt. Die vierte Impfung erfolgt im zweiten Lebensjahr, um die Grundimmunisierung zu vervollständigen. Eine Auffrischung zwischen dem 11. und 18. Lebensjahr ist zu empfehlen. Der Impfschutz besteht nicht lebenslang, sondern nur vorübergehend.
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Masern
Beschwerden: Gewöhnlich beginnen Masern mit Schnupfen, Husten, Bindehautentzündung und Fieber um 39 Grad Celsius. Drei bis vier Tage später zeigt sich dann der Masernausschlag, das Fieber steigt bis zu 40 Grad Celsius. Der typische Masernausschlag beginnt mit hellroten Flecken hinter den Ohren und breitet sich dannüber den Kopf und den Oberkörper zu den Beinen hin aus. Meistens juckt er nicht. Nach drei Tagen wird der Ausschlag dunkler und bildet sich wieder zurück. Manchmal bleiben für ein bis zwei Wochen noch bräunliche Flecken auf der Haut. Den Kindern machen bei einer Masererkrankung vor allem ihre entzündeten und lichtempfindlichen Augen sowie ein trockener Husten und Halsschmerzen zu schaffen.
Ursache: Masern ist eine sehr ansteckenden und weltweit verbreitete Krankheit, die durch das Masern-Virus verursacht wird. Die Krankheit hinterläßt eine lebenslange Immunität, führt aber häufig zu schweren Komplikationen. Masern werden durch Tröpfcheninfektion, also von Mensch zu Mensch beim Niesen, Husten oder Sprechen übertragen. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) vergehen etwa zehn bis zwölf Tage. Die Ansteckungsfähigkeit beginnt vier bis fünf Tage vor dem Auftreten des Ausschlags. Erst wenn der Ausschlag wieder verschwunden ist, besteht kein Infektionsrisiko mehr.
Vorbeugung: Üblicherweise wird gleichzeitig gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft. Die Impfung umfasst zwei Termine. Es wird empfohlen, alle Kinder ab dem zwölften Lebensmonat zum ersten Mal zu impfen. Die zweite Impfung sollte zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr, also vor der Einschulung, erfolgen. Nur wenn das Kind auch die zweite Impfung erhält, ist ein Schutz bis ins Erwachsenenalter sichergestellt.
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Mumps
Beschwerden: Mumps beginnt meist mit leichtem Fieber, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Magenschmerzen und schwachen Kopfschmerzen. Innerhalb von 24 Stunden bekommt ihr Kind einseitige Ohrenschmerzen. Öffnen des Mundes, Kauen und Schlucken sind schmerzhaft. Der Bereich vor und hinter dem schmerzenden Ohr schwillt deutlich an. Meistens bildet sich einige Tage danach auf der anderen Seite eine Schwellung. Die Mundspeicheldrüsen sind mit dem Mumps-Virus infiziert. Die Schwellung ist in der Regel nicht scharf abgegrenzt und führt dazu, dass die Ohrläppchen abstehen. Die Schwellung kann auch andere Drüsen unterhalb des Kiefers betreffen. Sie ist eventuell so stark, dass die Kieferkante nicht mehr erkennbar ist (Mondgesicht). Schmerzen und Fieber klingen nach sechs bis sieben Tagen ab. Manche Kinder bekommen überhaupt kein Fieber. Nach etwa sieben Tagen geht die Schwellung zurück. Der Heilungsprozess kann bis zu 14 Tagen dauern.
Ursache: Mumps ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit, die durch einen Virus verursacht wird.
Vorbeugung: Kinder gegen Mumps zu impfen ist heute sinnvolle Routine. Die Impfung wird zusammen mit Masern und Röteln durchgeführt. Kinder sollten sich im Alter von etwa 15 Monaten impfen lassen. Lassen Sie die Impfung vor der Einschulung auffrischen.
Risiken: Bei Frauen kann eine Mumpserkrankung in seltenen Fällen zu einer Eierstockentzündung führen. Erkrankt eine Frau während der ersten drei Schwangerschaftsmonate an Mumps, droht in einem Drittel der Fälle eine Fehlgeburt. Wenn sich männliche Jugendliche oder Erwachsene mit Mumps anstecken, können 20 bis 30 Prozent von ihnen in Folge dieser Erkrankung eine Hodenentzündung bekommen. Eine spätere Unfruchtbarkeit kann die Folge sein. Ferner kann eine Entzündung des Gehörnervs zu einer Schwerhörigkeit führen.
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Polio (Kinderlähmung) oder IVP (Interaktivierte Poliomyelitis Vakzine)
Beschwerden: Kinderlähmung ist eine akute fieberhafte Virusinfektion. Der Erreger befällt bevorzugt die motorischen Nervenzellen im Rückenmark (Hirnhautentzündung). Diese sind für die Kontrolle der Muskulatur zuständig. Bei einer Polio-Erkrankung kann es zu bleibenden Lähmungen der unteren Extremitäten kommen. In den meisten Fällen verläuft die Erkrankung dagegen leicht, ähnlich einem grippalen Infekt. Symptome: Fieber, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, sowie Kopf- und Gliederschmerzen in der ersten Krankheitsphase. Fieber, Kopfschmerzen, steifer Nacken, Rückenschmerzen, schlaffe, asymmetrische Lähmungen, keine Gefühlsstörungen in der zweiten Krankheitsphase.
Ursache: Die Infektion mit dem Poliovirus erfolgt als Tröpfcheninfektion oder fäkal-oral. Das bedeutet, die Erreger werden mit dem Stuhl ausgeschieden, gelangen in den Nahrungskreislauf und werden mit der Nahrung wieder aufgenommen. Eine infizierte Person kann schon wenige Stunden nach der eigenen Ansteckung infektiös sein und das etwa drei bis sechs Wochen lang.
Vorbeugung: Die einzige wirksame Vorbeugung ist die Impfung. Seit 1998 wird die Schluckimpfung mit attenuierten, aber lebenden Viren nicht mehr empfohlen, da es in sehr seltenen Fällen zu einer Impf-Kinderlähmung gekommen war. Stattdessen wird jetzt ein Impfstoff aus abgetöteten Viren geimpft. Die Impfung muss mehrmals durchgeführt werden, um einen vollständigen Impfschutz zu erhalten. Die erste Impfung kann ab dem dritten Lebensmonat durchgeführt werden und gehört zu den empfohlenen Standardimpfungen.
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Röteln
Beschwerden: Zwischen Infektion und Ausbruch der Krankheit liegen zwei bis drei Wochen (Inkubationszeit). Röteln sind fünf Tage vor Erscheinen des Ausschlags und bis sieben Tage danach ansteckend. Zu Beginn der Erkrankung zeigen sich die Symptome einer Erkältung: Husten, Schnupfen, manchmal auch eine Bindehautentzündung mit geröteten Augen. Oft bleiben dies die winzigen Symptome. Die Lymphknoten im Nacken und hinter den Ohren schwellen an und schmerzen. Ein bis zwei Tage später beginnt der Ausschlag hinter den Ohren mit kleinen hellroten und leicht bräunlichen Flecken. Sie breiten sich auf Gesicht, Hals, Arme, Beine und dann innerhalb kurzer Zeit auf den gesamten Körper aus. Kinder können leichtes Fieber bekommen. Juckreiz tritt nur leicht oder überhaupt nicht auf. Der Ausschlag verschwindet nach zwei bis drei Tagen. Die meisten Kinder fühlen sich nur wenig krank. Wegen der Ansteckungsgefahr sollte ihr Kind erst nach acht bis zehn Tagen wieder in den Kindergarten oder in die Schule gehen.
Ursache: Röteln werden durch Viren verursacht, die über Husten, Niesen oder Sprechen von Mensch zu Mensch gelangen (Tröpfcheninfektion).
Vorbeugung: Kinder werden entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) im Alter von 11 bis 14 Monaten und 15 bis 23 Monaten gegen Röteln geimpft. Diese Impfung ist eine Kombinationsimpfung gegen Röteln, Masern und Mumps.
Risiken: Insbesondere Mädchen sollten sich gegen Röteln impfen lassen, um eine Infektion in einer späteren Schwangerschaft zu vermeiden. Schwangere sollten stets den Kontakt mit Röteln-Infizierten meiden, da eine Infektion für die Frauen zwar harmlos verlaufen, die Gesundheit des Fötus aber stark bedroht ist. Röteln-Infektionen während der Schwangerschaft haben beim Ungeborenen schwere Schäden zur Folge. Über 60 Prozent dieser Kinder kommen mit Augenschäden, Herzfehlern, Hirnschäden oder taub zur Welt. Die größte Gefahr besteht während der ersten drei Schwangerschaftsmonate.
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Tetanus (Wundstarrkrampf)
Beschwerden: Typisch für eine Tetanus-Erkrankung ist die Verkrampfung der Muskulatur. Besonders zwischen dem vierten und 21. Tag nach der Infektion kann diese so weit fortschreiten, dass es zu Lähmungen der Atemmuskulatur und zum Tod durch Ersticken kommt.
Ursache: Tetanus-Erreger befinden sich in allen Böden der Erde und gelangen über Wunden in den Körper. Dort vermehren sie sich und sondern ein Gift ab, das zu einer Erkrankung des Nervensystems führt. Ansteckend ist Tetanus nicht. Der Tetanuserreger kommt in den Industrieländern fast überall vor. Praktisch ist bei jeder Verletzung auch eine Infektion möglich. Die Tatsache, dass die Erkrankung bei uns relativ selten vorkommt, ist vor allem der relativ konsequenten Impfung der Bevölkerung zu verdanken.
Vorbeugung: Insgesamt gibt es vier Impftermine, die ersten drei jeweils im Abstand von vier Wochen, der letzte dann sechs Monate nach dem ersten Termin. Die Impfschutzdauer beträgt fünf bis sechs Jahre. Deshalb sollte eine Auffrischung erfolgen, wenn das Kind in die Schule kommt (Td-Impfstoff). Auch Erwachsene sollten sich in regelmäßigen Abständen nachimpfen lassen. Dies bietet sich in einer Kombination mit der Diphterie-Impfung an.
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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Beschwerden: Beide Infektionen können zur Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks führen, die Entzündungen der Nerven können Lähmungen verursachen. Bei schwerer Erkrankung kann der ganze Körper gelähmt werden. Nach einer FSME-Erkrankung behalten die Patienten, je nach Verlauf, unter Umständen dauerhafte Restschäden in unterschiedlicher Ausprägung zurück. Bei der Borreliose treten möglicherweise zusätzlich Erkrankungen der Gelenke, der Haut und des Herzens auf. FSME: Die FSME-Erkrankung beginnt häufig wie eine Grippe mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Zeckenstiche bleiben oft unbemerkt. Erwähnen Sie deshalb beim Gespräch mit ihrem Arzt Aktivitäten im Freien. Borreliose: Eine ringförmige Rötung der Haut um die Einstichstelle kann ein Anzeichen für eine Borreliose sein. Diese Hautrötung tritt jedoch nicht immer auf. Sollten Sie eine solche Rötung erkennen, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.
Ursache: Zecken übertragen in Europa vor allem die Borreliose und die Hirnhautentzündung FSME. Die Borreliose wird durch ein Bakterium, die FSME-Erkrankung durch ein Virus verursacht.
Vorbeugung: Für einen vollständigen Impfschutz bei FSME brauchen Sie insgesamt drei Teilimpfungen. Die ersten beiden Impfungen erfolgen in einem Abstand von 14 Tagen; nach 9 bis 12 Monaten vervollständigt die dritte Impfung Ihre Grundimmunisierung. Damit erreichen Sie den vollen Impfschutz für mindestens 3 Jahre. Eine Auffrischung des Impfschutzes ist nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) alle drei Jahre erforderlich. Borreliose: Gegen diese Krankheit gibt es in Europa noch keine Impfung; allerdings kann sie mit Antibiotika behandelt werden.
Was tun wenn die Zecke noch in der Haut steckt: Die Zecke sollte sofort entfernt werden; fassen Sie mit einer Pinzette oder mit den Fingernägeln so nah wie möglich an der Haut unter die Zecke. Lockern Sie die Zecke vorsichtig und ziehen Sie sie langsam nach oben heraus. Sie sollten die Zecke dabei nicht zerdrücken. Ihr Arzt sieht sich die Stichstelle an und berät Sie weiter.
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Humane Rotaviren (Magen-Darm-Infekt, Durchfallerkrankung und Erbrechen)
Beschwerden: Rotaviren lösen eine Durchfallerkrankung aus und sind die häufigste Ursache für Magen-Darm-Erkrankungen. Bereits winzige Virusmengen reichen aus, um ein Kind zu infizieren. Der Verlauf kann milde, teils aber auch schwerwiegende Symptome auslösen wie z.B. Erbrechen, Fieber, starken Bauchschmerzen und schnellem Verlust von Körperflüssigkeit (Dehydrierung oder Austrocknung). Die Symptome bestehen in der Regel für vier bis acht Tage. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen Durchfallerkrankung liegt in der Zeitdauer. Bei Erkrankungen durch Rotaviren halten die Durchfälle 2 bis 3 Tage länger an als bei anderen Durchfallerkrankungen. In den meisten Fällen kommt es auch zu Erbrechen.                                    
Ursache: Rotaviren sind hochgradig ansteckende Erreger und werden über den Stuhl ausgeschieden. Die Verbreitung erfolgt über eine Schmierinfektion durch Hand – Mund – Kontakt über verschmutzte Hände oder Gegenstände. Rotaviren können über einen längeren Zeitraum auf Händen, glatten Flächen wie auch in Trinkwasser und Schwimmbädern überleben. Deshalb ist sogar eine Infektion über Lebensmittel oder verschmutztes Wasser möglich. Ein Kontakt mit kontaminierten Gegenständen ist deshalb kaum vermeidbar. Selbst entsprechende Hygienevorschriften (häufiges Händewaschen, Desinfektionsmittel auf Chlorbasis …) im eigenen Haushalt und in öffentlichen Einrichtungen bieten keinen vollständigen Schutz. Die meisten Seifen und Desinfektionsmittel sind weitestgehend unwirksam gegen das Rotavirus. Erkrankungen mit Rotaviren treten das ganze Jahr über auf, vorwiegend jedoch zwischen November und April.
Vorbeugung:
Rotaviren werden mit Hilfe eine Schluckimpfung bekämpft. Der Impfstoff selbst enthält lebende, aber abgeschwächte Rotavirus-Stämme, die nicht mehr krankmachen. Sie regen die Bildung von Antikörpern an, die dann vor einer Durchfallerkrankung schützen.
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Pneumokokken (Hirnhaut-, Mittelohr- und Lungenentzündung)
Beschwerden:
Pneumokokken sind Bakterien, die verschiedene Krankheiten auslösen können. Unter anderem Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder Mittelohrentzündung; in selteneren Fällen treten auch Entzündungen im Bereich der Nebenhöhlen oder Hornhaut oder Blutvergiftung auf. Bei Kindern oder jungen Menschen verlaufen die Erkrankungen meist ohne Komplikationen. Bei ältere Menschen oder Personen mit Abwehrschwächen können die Krankheitsverläufe im schlimmsten Fall allerdings auch lebensbedrohlich werden.
Ursache: Pneumokokken sind Bakterien, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, d.h. durch Husten, Niesen usw. Gefährlich sind die vor allem dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist, wie z.B. infolge einer Viruserkrankung oder bei anderen chronischen Erkrankungen. Deshalb besteht vor allem für Säuglinge und Kleinkinder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko, weil ihr Abwehrsystem noch nicht in der Lage ist die Pneumokokken-Bakterien abzuwehren. Pneumokokken-Erkrankungen treten vor allem in der kalten Jahreszeit auf.
Vorbeugung: Durch eine viermalige Impfung kommt man zu einer vollständigen Immunisierung. Eine Auffrischung ist dann nur noch alle 6 Jahre notwendig.
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Menigokokken (bakterielle Hirnhautentzündung)
Beschwerden:
Meningokokken sind Bakterien, die eine gefährliche Hirnhautentzündung auslösen. Anzeichen dafür sind hohes Fieber, starke Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Bei einer Hirnhautentzündung muss man mit einer Therapie schnellsten beginnen, da es sonst zu Lähmungen, geistigen Behinderungen oder sogar Todesfällen kommen kann.
Ursache: Übertragen werden Menigokokken-Bakterien durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen usw. In Europa tragen durchschnittlich 10% der Bevölkerung diese Bakterien im Nasen-Rachenraum ohne krank zu werden. Bei vorübergehender schlechter Abwehr des eigenen Immunsystems kann es zur Erkrankung kommen, die innerhalb von 3 bis 4 Tagen ausbricht.
Vorbeugung:
Durch eine einmalige „aktive“ Impfung bildet der eigene Körper Abwehrstoffe gegen die Bakterien. Der Impfschutz beginnt nach 2 bis 3 Wochen und eine Auffrischung ist nicht notwendig.
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HPV (Humane Papillomaviren)
Beschwerden:
Die häufigsten Krankheitsfolgen sind Warzen, besonders Feigwarzen. Bei Mädchen / Frauen kann es aber auch zur Krebserkrankung des Gebärmutterhalses kommen.
Ursache: Eine Infektion erfolgt hauptsächlich über Hautkontakt, d.h. meist durch Geschlechtsverkehr. Oft bleibt die Ansteckung aber unbemerkt. Zwischen 100 und 150 verschiedene Untergruppen der Humanen Papillomviren existieren; einiger dieser Untergruppen befallen die Epithelzellen der Haut oder Schleimhäute und verursachen in den infizierten Zellen ein unkontrolliertes tumorartiges Wachstum. Als Folge treten meist gutartige Warzen ( z.B. Feigwarzen) auf. Es können aber auch bösartige Veränderungen hervorgerufen werde (Gebärmutterhalskrebs).
Vorbeugung:
Kondome führen zu einer Reduktion des Ansteckungsrisikos. Einen 100% Schutz durch Kondome kann bis heute aber nicht nachgewiesen werden. Eine spezielle Therapie zur Entfernung der Wucherungen gibt es gegenwärtig nicht. Meist wird eine lokale Verätzung oder ein chirurgischer Eingriff gemacht. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission seit März 2007 für alle Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren eine HPV-Impfung. Die Kosten dafür werden bereits von viele Krankenversicherungen übernommen. Die ersten beiden Impfungen erfolgen in Abständen von 1 bis 3 Monaten. Die 3. Impfung nach 9 bis 12 Monaten. Da der Impfstoff nur 70% aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verhindern kann, ist die Vorsorgeuntersuchung zur frühzeitigen Erkennung des Gebärmutterhalskrebses trotz Impfung weiterhin unverzichtbar.
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Varizellen (Windpocken)
Beschwerden:
Windpocken sind eine hochansteckende Krankheit, die vor allem Kinder betrifft. Typisch ist der juckende Hautausschlag mit Bläschen. Der Hautausschlag beginnt meist am Rupf und im Gesicht und kann sich dann über Arme und Beine ausbreiten. Auch Schleimhäute können betroffen sein. Die roten Flecken entwickeln sich innerhalb von einigen Stunden zu Bläschen, die sich nach 1 bis 2 Tagen verkrusten. Beim Ausbruch der Krankheit ist mit einem starken Juckreiz verbunden, den man meist nur mit juckreizstillenden Medikamenten in Griff bekommt. Windpocken heilen normalerweise ohne Komplikationen innerhalb von 7 bis 10 Tagen aus.
Ursache: Windpocken werden durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht und durch Tröpfcheninfektion wie z.B. Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch liegt bei etwa 2 bis 3 Wochen. Allerdings ist die Krankheit schon 1bis 2 Tage vor Ausbruch des Ausschlags auf andere übertragbar. Die Ansteckungsgefahr ist erst vorbei, wenn alle Bläschen verkrustet sind. Nach einer Windpockenerkrankung ist man lebenslang immun gegen eine neue Erkrankung. Das Virus bleibt lebenslang in den Spinalnervenknoten und kann bei vorübergehender Abwehrschwäche eine Gürtelrose verursachen.
Vorbeugung:
Die Impfung gegen Varizellen wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Kinder ab dem 12. Lebensmonat empfohlen.
Risiken: Gefährlich sind in der Schwangerschaft bei Frauen, die noch nie an Windpocken erkrankt waren oder nicht dagegen geimpft sind. Bei Infektionen bis zur 20. Schwangerschaftswoche kann es zu schweren Missbildungen bei Ungeborenen führen. Bei Erkrankungen um den Geburtstermin kann es beim Neugeborenen zu lebensbedrohlichen Auswirkungen kommen. Deshalb sollten sich Frauen mit Kinderwunsch vor einer Schwangerschaft auf Antikörper untersuchen lassen und eine fehlende Impfung, Immunität nachholen.
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